Was ist der Menstruationszyklus?

   Published By: Dr. Leonie Anna Dolder

Published Date:  09 Feb, 2022

Ein Menstruationszyklus einer Frau dauert etwa 28 Tage, es gibt aber auch kurze Zyklen von nur 21 Tagen oder lange Zyklen von 35 Tagen. Der Menstruationszyklus beginnt mit dem ersten Tag der Periode und endet einen Tag vor der nächsten Periode. Der Zyklus kann sich auf viele Dinge wie auf die psychische Gesundheit, die Haut, die Libido etc. auswirken. Zudem kann es zu einer leichten Gewichtszunahme in der zweiten Hälfte des Zyklus kommen. Auf die einzelnen Abschnitte des Menstruationszyklus wird weiter unten eingegangen. Um den Menstruationszyklus zu verstehen, muss man zuerst verstehen, welche Hormone ihn steuern.

LH, FSH, Estradiol, Progesteron: Welche weiblichen Hormone spielen eine Rolle im Menstruationszyklus?

Östrogene zählen gemeinsam mit Progesteron zu den wichtigsten weiblichen Sexualhormonen. Es bestehen zudem noch weitere Hormone, welche am Menstruationszyklus beteiligt sind. Hier die vier wichtigsten:

LH löst den Eisprung (auch Ovulation genannt) im Eierstock aus. Nach dem Eisprung fördert LH zudem die Entwicklung des Gelbkörpers aus der verbliebenen Eihülle, dem sogenannten Follikel.

Bei Frauen stimuliert es die Reifung des Follikels, bei Männern ist es für die Bildung und Reifung der Spermien wichtig. Die Bestimmung von FSH im Blut ist ein wichtiger Laborparameter im Rahmen der Fruchtbarkeitsdiagnostik.

Estradiol und zwei weitere, sehr ähnliche Hormone, die im weiblichen Körper vorkommen, werden als Östrogen bezeichnet. Östrogene sind beteiligt am Schleimhautaufbau der Gebärmutter und beeinflussen das Wachstum des Brustgewebes. Im Zyklus ist Östrogen verantwortlich für die Follikelreifung, das Auslösen des Eisprungs und den Transport der Eizelle über den Eileiter in die Gebärmutter. Östrogene können Wassereinlagerungen im Körper begünstigen. Dies kann zu einer Gewichtszunahme führen. Östrogen hat zudem Einfluss auf die Entwicklung der Geschlechtsorgane, auf das Hautbild, die Stimmung und auf die weibliche Fettverteilung. Ein sinkender Östrogenspiegel kann zudem, vor allem in den Wechseljahren, zu Haarausfall führen.

Progesteron ge­hört zur Grup­pe der Ges­ta­ge­ne. Es wird in der zwei­ten Zy­klus­hälf­te durch den sogenannten Gelb­kör­per pro­du­ziert und regt die Frei­set­zung von be­son­de­ren Nähr­stof­fen in der Ge­bär­mut­ter­schleim­haut an. Wich­tig ist Pro­ges­te­ron für die Er­hal­tung der Früh­schwan­ger­schaft.

Ein weiteres, spanendes Hormon ist das Prolaktin: An seinem Namen erkennt man bereits seinen Zweck: Es sorgt zusammen mit anderen Hormonen für die Milchproduktion in der Brustdrüse bei Müttern nach der Geburt. Während der Schwangerschaft steigen die Prolaktinwerte stark an. Prolaktin blockiert im Eierstock die Follikelentstehung, wobei es zu niedrigen Östrogenspiegeln und somit einem Ausfall des Eisprungs kommt. Dieser führt dazu, dass die Stillzeit nicht durch eine Schwangerschaft unterbrochen wird. Ein erhöhter Prolaktinspiegel kann zu Unfruchtbarkeit führen.

Übrigens: All diese Hormone lassen sich mit den Tests von CYH einfach und bequem von zu Hause aus testen.

Ein Menstruationszyklus kann in drei Abschnitte unterteilt werden:

Die Zeit zwischen dem Eintritt der Periode und dem Eisprung wird als Eireifungsphase (Follikelphase) bezeichnet. Diese Phase ist in ihrer Dauer sehr variabel. In dieser Phase dreht sich alles um das Wachsen und Entwickeln und Heranreifen der darin befindlichen Eizelle. FSH, LH, Östrogen und Progesteron sind in dieser Phase am niedrigsten.

Die Ovulationsphase dauert gewöhnlich 16 bis 32 Stunden. Sie endet nach Freisetzung des Eies. Das Ei kann nur bis zu 12 Stunden nach dem Eisprung befruchtet werden. In dieser Zeit befindet sich eine erhöhte Konzentration von LH und FSH im Blut, was man sich bei der Bestimmung des genauen Zeitpunkts des Eisprungs zu Nutze machen kann (siehe Ovulationstests von CYH).

Die Zeit zwischen Eisprung und dem Beginn der nächsten Periode wird als Sekretionsphase (Lutealphase) bezeichnet. Sie dauert ca. 14 Tage. Die Gebärmutterschleimhaut ist nun komplett aufgebaut und darauf vorbereitet, eine befruchtete Eizelle aufzunehmen und zu ernähren. Hier ist die Konzentration von Progesteron am höchsten.

Was genau ist die Menstruation/Periode?

Wurde eine Eizelle innerhalb eines Zyklus nicht befruchtet, stirbt diese ab und löst sich innerhalb von einem Tag im Eileiter auf. Die Gebärmutterschleimhaut wird somit auch nicht mehr benötigt und deshalb abgelöst. Mit Blut gelangt die Gebärmutterschleimhaut durch die Scheide nach aussen: Die Periode ist eingetreten, der Zyklus beginnt von Neuem. Ausgelöst wird die Periode durch den Mangel an Progesteron. Zurück bleibt eine Wundfläche, aus der sich die Schleimhaut regeneriert. Die Monatsblutungen sind nicht immer gleich, sie unterscheiden sich von Frau zu Frau. Folgende Dinge können zu unregelmässigen Zyklen führen:

  • Stress
  • Diäten
  • unterschiedliche Verhütungsmethoden
  • Geburt eines Kindes

Die Menarche ist die erste Periode im Leben einer Frau, die letzte Periode heisst Menopause. Sie markieren den Beginn und das Ende der fruchtbaren Zeit im Leben einer Frau.

Achtung: In der Frühschwangerschaft kann eine sogenannte Nidationsblutung mit der Periode verwechselt werden.

Einige Frauen verspüren Bauchkrämpfe, Rücken- und Kopfschmerzen oder einfach nur Unwohlsein vor oder während der Periode.

Wie beeinflussen die Schilddrüsenhormone TSH und T4 den Menstruationszyklus?

Schilddrüsenerkrankungen können einen erheblichen Einfluss auf den Menstruationszyklus haben. Besteht eine Schilddrüsenüberfunktion (TSH zu niedrig) oder eine Schilddrüsenunterfunktion (TSH zu hoch), kann dies zu Störungen des Menstruationszyklus führen: TSH und T4 haben daher einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit. TSH und T4 können bei CYH zu Hause leicht getestet werden.

Was gibt es für Hygienemöglichkeiten während der Periode?

Um das Menstruationsblut aufzufangen, existieren Binden, die in der Unterwäsche getragen werden. Des Weiteren gibt es Tampons und Schwämme aus Schaumstoff und Menstruationstassen, welche in letzter Zeit einen richtigen Hype erleben. Tampons, Schwämme und Tassen werden in die Scheide eingeführt, um dort das Blut aufzusaugen oder aufzufangen.

Prämenstruelles Syndrom: Hitzewallungen, Hautprobleme, Müdigkeit, Gewichtszunahme

Als Prämenstruelles Syndrom (PMS) wird eine Gruppe von Symptomen bezeichnet, die einige Tage vor Beginn der Periode einsetzen. Schwierig ist eine genaue Diagnose, da diese Symptome viele Ursachen haben können. Die typischen Symptome sind: Hitzewallungen, Hautprobleme, Müdigkeit, Gewichtszunahme, Rückenschmerzen, Blähungen, Kopfschmerzen, Reizbarkeit. Etwa 20-50% der Frauen im gebärfähigen Alter leiden gemäss eigenen Angaben an PMS. Es wird vermutet, dass gewissen Frauen auf die Schwankungen von Östrogen und Progesteron, welche während des Menstruationszyklus stattfinden, empfindlicher reagieren.

Aberglaube und Religion

Es existiert ein jahrhundertealter Aberglaube von der Schädlichkeit des Menstruationsbluts. Bis weit ins 20. Jahrhundert hielt sich der Aberglaube, dass sich Menstruationsblut schlecht auf Lebensmittel auswirke. Frauen durften deswegen weder Sahne schlagen, noch Essen zubereiten – denn diese würde sofort verderben. In der heutigen Zeit sterben Menstruationsmythen zum Glück zunehmend aus. Wissenschaftlich gesehen gibt es nichts, was diese Ansichten stützen könnte. Auch in vielen Religionen gelten Frauen während der Periode als unrein.

Schämen sich Frauen für ihre Periode?

Menstruationsshaming ist die Scham vor der eigenen Periode. Es ist die Angst davor, dass andere Menschen die eigene Periode wahrnehmen könnten, und das Tabu, mit anderen Menschen offen darüber zu reden. Die Periode ist jedoch das natürlichste der Welt – ohne sie wäre keine Zeugung und somit kein Leben möglich.

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