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Vegetarische & Vegane Ernährung

Vegetarische & Vegane Ernährung

Überprüfen Sie, ob Sie ausreichend Nährstoffe aufnehmen und verhindern Sie Ernährungsmängel

Dr. Filippo Donati, 08.03.2021

Einführung

Etwa 200.000 erwachsene Schweizerinnen und Schweizer ernähren sich vegetarisch/vegan, d.h. sie essen weder Fleisch noch Fisch (OSAV 2007 und 2021). Es gibt 4 Arten der vegetarischen Ernährung: 

1) Lacto-OvoVegetarier essen vegetarische Produkte, sowie auch Milch- (Milch, Joghurt und Käse) und Eierprodukte.

2) Lacto-Vegetarier essen Milchprodukte, aber keine Eierprodukte.

3) OvoVegetarier essen Eier-, aber keine Milchprodukte.

4) Vegetarier (= Veganer) essen nur pflanzliche Produkte.

Die vegetarische/vegane Ernährung wird mit einem verringerten Risiko für Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck sowie bestimmten Krebsarten in Verbindung gebracht und geht mit einer erhöhten gesunden Lebenserwartung einher (Marsh 2011, OSAV 2007). Zahlreiche Studien haben den gesunden Lebensstil von Vegetariern hervorgehoben: Sie treiben regelmäßig Sport, rauchen kaum und konsumieren wenig oder keinen Alkohol.

Warum diesen Check-up machen ?

Der Zweck dieses Bluttests ist es, eventuelle Nährstoffmängel zu erkennen die durch die vegetarische Ernährung entstanden sein könnten. Je nach Art und Schwere des Nährstoffmangels sollten nach Rücksprache mit einer Ernährungsfachkraft Nahrungsergänzungsmittel und/oder angereicherte Lebensmittel in den Speiseplan aufgenommen werden.

Sowohl die Lacto-Ovo-Vegetarische als auch die Lacto-Vegetarische Ernährung sind in der Lage, den Nährstoffbedarf zu decken, und es besteht ein geringes Risiko eines hohen Nährstoffmangels. Nur bei lakto-vegetarischer Ernährung kann die Zufuhr von Vitamin D und Vitamin B12 insbesondere bei Schwangeren, Kindern und älteren Menschen unzureichend sein. Andererseits ist bei ovo-vegetarischer oder veganer Ernährung das Risiko eines Nährstoffmangels hoch. Beide Diäten können zu einer deutlichen Abnahme von Vitamin B12 (=Cobalamin) führen, das ausschließlich in tierischen Geweben vorkommt und dessen Mangel sehr unterschiedliche Symptome wie Müdigkeit, Unwohlsein, Kribbeln, Übelkeit, Konzentrationsschwäche, etc. verursachen kann (Maamar 2006). Eine angelsächsische Studie hat gezeigt, dass die Hälfte der Veganer einen Vitamin-B12-Mangel hat (Gilsing 2010). Häufig herrscht auch ein Mangel an Eiweiß Proteinen (enthalten in Fleisch und Fisch), die für den Aufbau von Körpermasse und die Zellerneuerung wichtig sind. Diese beiden Diäten können auch oft einen Mangel an Vitamin D, Kalzium, essentiellen Fettsäuren, Jod, Eisen, Ferritin, Selen und Zink hervorrufen. Vitamin D und Kalzium spielen eine wichtige Rolle beim Aufbau von Knochen und Zähnen und ein Mangel kann zu Knochenerkrankungen oder Deformationen führen. Veganer leiden häufig Kalziumarmut und haben ein höheres Risiko für Knochenbrüche (Applebay 2007). Vitamin D spielt eine immer wichtigere Rolle im Immunsystem und ein Mangel kann Infektionen fördern (Marsh 2011). Schließlich wird bei veganer und lakto-vegetarischer Ernährung häufig ein Jodmangel beobachtet, der bei Kindern zu Entwicklungsverzögerungen führen kann (Marsh 2011).

Anzeichen und Symptome

Die oben genannten Ernährungsdefizite können sehr variable und unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Übelkeit, Unwohlsein, Kribbeln, Appetitlosigkeit und Konzentrationsschwäche hervorrufen (Fehr 2009, Mahamar 2006, Serray 2010). In den meisten Fällen korrigiert eine Nahrungsergänzung diese Symptome schnell.

Etwas Besonderes 

Dank der vegetarischen/veganen Ernährung konnten zehntausende von Menschenleben gerettet werden. Angelsächsische Forscher haben errechnet, dass 40’000 Menschenleben pro Jahr gerettet werden könnten, wenn alle Einwohner des Vereinigten Königreichs auf Fleisch und Fisch verzichten würden. Andere Forschung haben gezeigt, dass das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, bei Lakto-Ovo-Vegetariern um die Hälfte reduziert ist (Tonstadt 2009). 

Labortests, die Ergebnisse

Sie bestellen Ihr “Vegetarier- & Veganer-Check-up-Kit“, nehmen selbst zu Hause eine Fingerblutprobe (Kapillarblutprobe) und Urinprobe, schicken diese an unser Labor und erhalten innerhalb von 5 Werktagen das Ergebnis mit einem ärztlichen Kommentar. Wir messen Nährstoffe im Blut, die bei einer veganen oder ovo-vegetarischen Ernährung oft reduziert sind, wie z. B.: Kalzium, Eisen, Ferritin, Folsäure, Jod, Eiweiß, Selen, Vitamin B12, Vitamin D. 

Referenzen

Appleby P et al :Comparative fracture risk in vegetarians and nonvegetarians in EPIC Oxford. Eur J Clin Nutr : 2007;61:1400-1406. Commission fédérale de la nutrition : Alimentation végétarienne avantages et désavantages. OSAV: 2007. Fehr et al: 2009. Gilsing AM et al :Serum concentrations of vitamin B12 and folate… Eur J Clin Nutr 2010;64:933-939. Maamar et al: 2006. Marsh K et al: Health implications of a vegetarian diet: A review. Am J Lifestyle Med: 2011;November 4. Office fédéral de la sécurité alimentaire et des affaires vétérinaires (OSAV) : Alimentation végétarienne et végétalienne. 2021. Serray et al 2010. Spencer EA et al: Diet and body mass index. Int J Obes Relat Metab Disord: 2003;27:728-734.Tonstad S et al :Type of vegetarian diet, body weight, and prevalence of type 2 diabetes. Diabetes care: 2009;32:791-796.

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